Dienstag, 30. Mai 2023

Große Runde um die Ostsee

Eine Übernachtung in Schweden, eine in Dänemark und noch eine hinter Hamburg und wir sind nach 41 Tagen und über 10000Km wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.

Sjoa - Kolbotn, kurz unter Oslo.
Zwei Tagesaufenthalt. Der Vordereifen muss neu. 8500Km und nix geht mehr. Da keine Firma aufzufinden ist, mach ich es halt selbst💪. Gesagt getan, fünf Stunden später mit allem drum und dran, fertig😓. Erster Schlauch war nur zum testen😩, der zweite hält🤗.

Kristiansund - via Atlanticvegen und Fähre Molde/Vestnes nach Sjoa
Wieder eine Unterkunft mittem im Grünen.

Stjørdal - via Fähre Halsa/Kanestraum nach Kristiansund.
Unterkunft mit grandiosem Blick

Mosjøen - Stjørdal via Trondelag
Das Wetter schlug auch bald um und die Regenpellen kamen mal wieder zum Einsatz.
Angekommen, kurz vor Trondheim. Heiß duschen, Abendessen mit einem großen 🍺 und am ins Bett.

Mosjøen - nicht ein Tag Pause sondern drei. Mit Arztbesuch und Antibiotika und und zwei Tage Bettruhe.

Rognan - Mosjøen.
Die Temperatur ist lausig, alles Wolkenverhangen und trüb.
Kurz vor dem Polarkreis kommt die nächste Schicht drüber. Die Temperatur ist jetzt einstellig. Kurzentschlossen fahren wir nicht mehr allzuweit und ich brauche einen Tag Pause. 
Eine Nacht im Hotell Mosjøen und ein im Mosjøen overnatting.

Kabelvåg - via Fähre Lødingen/Bognes nach Rognan.
Rognan ist am besten beschrieben: ein kleines verschlafenes Örtchen.
Das Hotel war tip top.

Kabelvåg - Å - Kabelvåg.
Abstecher bis an den äußeren Rand der Lofoten.

Andenes - via Fähre Melbu/Fiskebøl nach Kabelvåg.
während der Überfahrt...
in den Nebel des Grauens.
Wir kamen gerade so ohne Nebel von Bord.

Evenskjer - über Harstad und Fähre  Refsnes/Flesnes nach Andenes.
Übernachtung ca. 10km vor Andenes auf einem alten Militärgelände.
Das Wetter war schon ein bisschen rau.

Tromsø - Narvik - Evenskjer.
Übernachtung erneut im Container. Diesmal auf einem Campingplatz und bei weitem nicht so toll wie in Tallinn.
aber dafür direkt am Fjord.
Der kurze Abstecher nach Narvik, Kette kaufen. Helgas Beta hat die alte gefressen.
Und neu...nach 45min.

Tromsø - Ein Tag Ruhe und 
Hinterradreifen wechseln, hat nur 5800Km gehalten.

Olderfjord strack nach Tromsø.
Bei dickem Nebel, ständig feuchten Klamotten und Visier. Üselig, kalt und 500 Km einfach bäh.
Ach ja Schnee am Straßenrand gab's auch.

Von Lakselv nach Honningsvåg und wieder zurück nach Olderfjord.
Da war noch eine bekannte Reederei.
Bei einem recht allein gelegenem Silberladen machten wir Bekanntschaft mit drei Teams der Balkanrally. 7500Km in 12 Tagen.
Nicht vergessen, Honningsvåg war unser nördlichster Punkt der Reise.

Kirkenes via Ifjord nach Lakselv.
Abseits der E6 ging es heute Richtung Westen. Die Straßen waren auch recht passabel. Wir haben mittlerweile mehr als 5000Km auf dem Tacho.
Wie in Norwegen typisch, traumhaft schöne Landschaften.
Es war ein wahrer Genuß, Kilometer für Kilometer diese Landschaft zu genießen. Dann eine Hytta am Porsanger Fjord.

Kirkenes - Grense Jakobself - Kirkenes.
Der östlichste Punkt unserer Reise.
Strack an der russischen Grenze entlang.
Blick auf die Barentssee
Horchposten der Norweger
und hier die Gegenseite 
Die Straße war mehr als holprig und mit reichlich Schlaglöchern versehen.

Von Inari nach Kirkenes.
Nach der Grenzüberfahrt nach Norwegen wurden die Straßen spürbar schlechter.😩
Die Rentiersichtungen vor den Mopeds blieben uns erhalten.
Kirkenes ist sehr überschaubar, 3500 EW ist auch nicht gerade viel.
21:45 Uhr
Von Kemi über den Artic Circle nach Inari.
Habe meine Jeans und Lederjacke gegen die Motorradkluft getauscht.
Helga ihre Meshhose gegen was mit Membrane. Der heute Tag fing mit leichtem Nieselregen an. Dann ein kurzer Wolkenbruch und wir erreichen bei strahlend blauem Himmel den Artic Circle bei Rovaniemi.
Kurz finnisches Disneyland.
Nach einer ausgiebigen Café Pause zwischendurch, weiter nach Inari. Unspektakulär, bis auf Rentier Ausweichmanöver und die letzten 45Km im Dauerregen mit Blitz und Donner. Dann ab ins Hotel.

Von Vaasa nach Kemi.
Die obere Ostsee ist nach fast 4000Km erreicht. Wieder lange gerade Straßen und heute ei paar Seen zur Abwechslung.
Sogar mit Strand, ca. 50m2.
Hier haben wir Bernd und seine KTM 390 Adv kennengelernt. Sein Kette war schrecklich ruiniert, eine Weiterfahrt extrem gefährlich. Kurz entschlossen Werkzeug ausgepackt, Kette gespannt und geölt. So reicht es bis in die nächste Werkstatt zum wechseln der Kette. 

Von Espoo nach Vaasa.
Finnland zeigt sich von seiner allseits bekannten Seite. Viel Wald, entlos lange gerade Straßen mit ein paar Hügeln damit es nicht ganz so schlimm aussieht.
An der Tanke hat es einen kurzen Regenschauer gegeben. Wir hatten aber Glück und konnten der einen schwarzen Wolke davon fahren.
Vaasa um 22:50 Ortszeit
Heute Sightseeing in Helsinki.
Anfahrt mit der Metro.
Helsinki ist schon eine coole Stadt, viel zu sehen, lebendig und trotz vieler Menschen angenehm.
Na gut, cool ist jetzt nicht gerade 28°
Imposante Bauwerke haben sie jedenfalls.
Statuen haben allerdings ein besch... Dasein.
Hier vermute ich zu viel Quecksilber im Boden🧐

Mit der Fähre nach Helsinki/Finnland.
In Tallinn war der Weg zur Ablegestelle der Fähre ein Chaos pur. Baustellen, Strassensperren und viel Verkehr waren da nur einige Punkte. Aber wir haben es geschafft, Online gebucht ging alles am Einlass Ratz Fatz. Ausweis reichte und schon gab es die Bordkarten.
Erstmal warten in der Line 5
Und da kommt unser Übersetzdampfer.

Mit der ersten Unterkunft in Espoo, links neben Helsinki, haben wir heute mal daneben gegriffen. Lag zwar wie erwartet für uns günstig  um mit dem Bus am nächsten Tag nach Helsinki zu fahren aber das war im wahrsten Sinne ein Dreckloch. Also nach was Neuem umgeschaut und siehe da, wir haben jetzt ein tolles Apartment und die Metro in der Nähe. Morgen beginnen wir dann unser Abenteuer Helsinki besichtigen. Mit der Metro hin und hoffentlich auch wieder zurück zum Apartment. 
Wir haben mal so nebenbei erwähnt nun mehr als 3000 Km mehr auf dem Tacho. Der ein oder andere Abstecher war dann für den erhöhten Verschleiß der Reifen verantwortlich.

Tallinn, ein Übernachtung im Container dann ab zur Fähre nach Finnland.
   Alte Industriehalle super genutzt.
   und ein cooles Flair drumherum.
Von Pärnu via vorgelagerter Insel Muhu auf Saaremaa. Noch kurz ein Meteoritenkrater besichtigen
Ist die Straße aus, nimm eine Fähre.
und weiter nach Kuressaare.
Auf nach Pärnu, so weit es geht nahe der Ostsee.
Ein bisschen Verpflegung muss sein...

Ein Tag Sitheseeing in Riga.
   Kunscht
    Friedenssäule🫡
    Poet Rainis
.  Russische Orthodoxe Geburtskathedrale 
.  Verdrehter Baum🤔
.  Denkmal der geklauten Fahrräder, frei nach mir🤭

Tag 8 und wir sind in Riga angekommen. Eine tolles Apartment im 4 Stock, ohne Aufzug, mit Parkplatz im Hinterhof vom Hinterhof. Sieht schon ein bisschen skurril aus.
Auf der Fahrt nach Riga gab es nichts  Spektakuläres. Frei nach Honda - Heute ohne nennenswerte Defekte angekommen.
Unterwegs sahen wir uns noch den Kreuzhügel, Kryziu kalnas,  hinter Siauliai an.
Kleiner persönlicher Kommentar:
Mit denen im Krieg Gefallenen und den im Gulag umgekommen, hat das nicht mehr viel zu tun.

Parade in Juodkrante, war aber nicht wegen unserem Besuch. Schade...
Nur so verkleidet und in der Nacht ist Kaliningrad über die Kurischen Nehrung zu erreichen.
Bis hierhin offiziell. Selbst mein Navi zeigt dahinter alles in grau an.
Für Insider: 
Auf der Fahrt nach Silute gab es rumänisches Schlaglochslalom.

Nach nunmehr 1945Km und einem gerissenen Gaszug an Helgas Beta haben wir die erste Übernachtung in Litauen.
Diese schöne Villa mitten in der Stadt Silute ist heute unser Domizil und wir sind die einzigen Gäste.
Centrum Konferencyjno Wypoczynkowe, sprich unsere nächste Bleibe. Vorab natürlich noch mals die rechte Zündkerze festgedreht. Am heißen Motor, auweia.

Die Zufahrt ins Niemandsland.
Die nächste Übernachtung im Niemandsland namens Wojciechy. Von der Hauptstrasse 6 Km Wald-, Pflaster- und Buckelpiste. Wobei Buckelbpiste hatten wir vorab schon 30 Km Dank unserem Navi. Dafür ist die Hütte echt der Hammer.






Nach einer kurzen Stippvisite in Darlowo, zur Zeit etwas ausgestorben. In der Fressmeile waren von geschätzten 100 Lokale tatsächlich drei offen. Am nächsten Morgen gab es dann ein echt polnisches Tankstellenfrühstück.


Auf der Fahrt nach Darlowo, ein kurzer Fotohalt.





Um von Swinwmünde wegzukommen muss man die Fähre nehmen und auch noch eine Zugbrücke überqueren, vorausgesetzt sie ist unten und hängt nicht im Wartestau.



Swinemünde bei Nacht, waren mal wieder lange unterwegs. Unterkunft beziehen und duschen, danach zum Essen. Mehr als ein Blick auf den Strand war nicht drin.


Früh morgens ein Rappelchen mit Geschick und Gafferband beseitigt.
Handprotektoren Made in China.
Nachmittags ein ständig lauter werdendens Gerassel aus der rechten Motorecke. Die rechte Zündkerze hatte sich gelöst. Am heißen Motor Zündkerze festziehen - ich liebe es!
Wegen Baustellen, Umleitungen und plötzlich auftretenden Sperrungen erreichten wir unser erstes Übernachtungsziel erst gegen 22:00 Uhr. Hier die Umkehr im Schotter Nirwana.
Nun geht unsere Sonntagsrunde um 11:30 los. Strahlend blauer Himmel und angenehme 20°.
Fast fertig gepackt, noch die ein oder andere Tasche, Kleinteile - auf den letzten Drücker - und es kann morgen losgehen.

Sommer 2023 der Wunsch ...

Der grobe Plan steht, so in etwa sieht unsere Rundreise um die Ostsee und ein bisschen Umweg aus!
Natürlich kommen da noch ein paar Abstecher hinzu....
Zu Verfügung stehender Zeitrahmen: vom 04.06. - 30.07.2023


ungepackt